Trainerausbildung, Fachtrainer:innen-Ausbildung & Train the Trainer in Wien

Wie läuft die Ausbildung ab?

Trainerausbildung, Fachtrainer:innen-Ausbildung &
Train the Trainer in Wien

Wie läuft die Ausbildung ab?

Ausprobieren, Feedback bekommen, weiterentwickeln

Ausprobieren zieht sich durch die gesamte Ausbildung – in Präsenz, online und in der Peergroup.

Kollegiales Feedback und Feedback von uns geben Ihnen die Möglichkeit, die eigene Wirkung zu reflektieren, Neues anzupassen und anschließend in der eigenen Trainingspraxis auszuprobieren.

Für selbstständiges Lernen und die Vorbereitung auf die nächsten Termine sollten Sie zusätzlich etwa 2–6 Stunden pro Woche einplanen. So entsteht Schritt für Schritt das, worum es uns geht: ein Trainingsstil, der zu Ihnen, Ihren Themen und Ihren Anforderungen passt.

Welche Module erwarten mich?

Gut starten heißt auch zu wissen, was vor einem liegt. Wie ist die Ausbildung aufgebaut? Wie greifen Präsenzmodule, Online-Trainings und Peergroup ineinander? Und was braucht es für den erfolgreichen Abschluss?

Zum gemeinsamen Start schaffen wir Orientierung, klären den Ablauf und geben Ihnen einen Überblick über die kommenden Wochen. So können Sie sich von Beginn an auf das konzentrieren, worum es eigentlich geht – Ihre Entwicklung als Trainer:in.

Kerninhalte:

  • Den Aufbau der Ausbildung und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Formate kennenlernen
  • Module, Termine und zeitlichen Ablauf im Blick haben
  • Präsenz, Online-Trainings und Peergroup sinnvoll miteinander verbinden
  • Anforderungen an Lehrgangsabschluss und Zertifizierung kennen
  • Organisatorische Fragen klären und gut vorbereitet starten

Was wir sagen, ist nicht automatisch das, was bei unserem Gegenüber ankommt. Und was wir vermitteln, wird nicht automatisch gelernt.

Menschen nehmen unterschiedlich wahr, bringen Erfahrungen mit und reagieren auf weit mehr als nur unsere Worte. Wer versteht, wie Wahrnehmung, Verhalten und Lernen zusammenspielen, kann Kommunikation bewusster gestalten – und die eigene Wirkung als Trainer besser einschätzen.

Kerninhalte:

  • Lernpsychologische Theorien & Neurodidaktik
  • Wahrnehmung & Verhalten
  • Kommunikation, aktives Zuhören und Feedback
  • Körpersprache, Mimik & Mikromimik
  • eigene Wahrnehmung und Wirkung als Trainer

Teilnehmer:innen erwarten viel: relevante Inhalte, Abwechslung, Beteiligung und Praxis – verständlich vermitelt, interessant und spannend.

Wie bringen wir all das unter einen Hut und sorgen gleichzeitig dafür, dass Lernen nachhaltig wirkt?

Gute Didaktik schafft diesen Spagat: Sie orientiert sich daran, was Erwachsene zum Lernen brauchen, berücksichtigt die unterschiedlichen Phasen eines Trainings und setzt gezielt passende Methoden ein.

Kerninhalte

  • Grundlagen von Methodik & Didaktik im Erwachsenenlernen
  • Bedürfnisse der Teilnehmer:innen in den unterschiedlichen Lernphasen
  • didaktische Hebel: Aktivierung, Struktur, Beteiligung & Praxisbezug
  • Methoden gezielt nach gewünschtem Effekt auswählen und einsetzen
  • Lerntransfer ermöglichen und sichern

Vor einer Gruppe zu stehen, kompetent aufzutreten und dabei auch noch authentisch zu bleiben, ist für viele eine echte Herausforderung.

Nervosität, die eigene Wirkung und die Frage „Wie komme ich eigentlich an?“ beschäftigen nicht nur angehende Trainer:innen.

Mit Übung, Feedback und der richtigen Technik wächst die Sicherheit – und damit auch die Freude, vor Menschen zu stehen und die eigene Präsenz bewusst zu nutzen.

Kerninhalte

  • Aufritt und Wirkung: Ausstrahlung, Haltung, Körpersprache & Rhetorik
  • Aufmerksamkeit von Beginn an gewinnen und halten
  • Flipchartgestaltung & Visualisierung
  • Präsentationen und Medien lernwirksam gestalten und einsetzen
  • souveräner Umgang mit Technik und Pannen
  • eigene Präsentaionssequenzen mit intensivem Feedback

Ein gutes Training entsteht nicht erst im Seminarraum. Die Herausforderung beginnt schon viel früher – beim Auftrag. Was ist das Ziel? Was wünscht sich der Auftraggeber? Was brauchen die Teilnehmer:innen tatsächlich?

Aus diesen Anforderungen entsteht Schritt für Schritt ein stimmiges Trainingsdesign. Ein klarer roter Faden verbindet Inhalte, Methoden und Übungen so, dass sie sinnvoll aufeinander aufbauen. Die eigenen Stärken und Erfahrungen geben dem Training schließlich Ihre persönliche Handschrift.

Kerninhalte

  • Aufträge klären und daraus ein stimmiges Angebot entwickeln
  • Ziele, Zielgruppe und Rahmenbedingungen auf den Punkt bringen
  • Raum, Equipment und Vorbereitung von Anfang an mitdenken
  • Mit 4MAT einen klaren roten Faden entwickeln
  • Training oder Moderation? Rollen und Unterschiede bewusst einsetzen

Eine Gruppe kann ein Training tragen – oder zur Herausforderung werden. Und manchmal verändert sich die Dynamik, ohne dass jemand offen ausspricht, was gerade passiert.

Wer Gruppen begleitet, sollte wahrnehmen können, was sich zwischen den Teilnehmer:innen entwickelt. Bedürfnisse, Rollen und unterschiedliche Phasen beeinflussen das Miteinander. Die Gruppe zu lesen hilft, Dynamiken zu verstehen und bewusst zu entscheiden, wann Führung, Raum oder eine Intervention gefragt ist.

Kerninhalte

  • Gruppenpsychologie: Rollen, Dynamiken & Entwicklungsphasen verstehen
  • Ein Gespür für Gruppen entwickeln und situativ entscheiden, was es braucht
  • Gruppendynamiken einordnen, sich bewusst abgrenzen und dabei handlungsfähig bleiben
  • passende Übungen für unterschiedliche Phasen der Gruppenarbeit
  • eigene Rolle und Wirkung in gruppendynamischen Prozessen reflektieren

Nicht alle Teilnehmer:innen sind freiwillig da. Nicht mit allen stimmt die Chemie. Und manchmal treffen im Seminar unterschiedliche Erwartungen, Widerstände oder persönliche Spannungen aufeinander.

Entscheidend ist, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Dazu gehört, Widerstände und Störungen einzuordnen und klar zu intervenieren. Gleichzeitig gilt es, die Beziehungsebene im Blick zu behalten und wieder ein arbeitsfähiges Klima herzustellen.

Kerninhalte

  • Konflikttypologien – Teilnehmer:innen und ihre Verhaltensweisen unter der Lupe
  • Konflikte im Training erkennen und professionell managen
  • Widerstände und Störungen verstehen, einordnen und ihre Ursachen erkennen
  • Strategien für Konfliktsituationen entwickeln und deeskalieren
  • Die Beziehungsebene intakt halten – bei Unterbrechungen, Angriffen, Fragen und Diskussionen

Jetzt zeigt sich, wie aus einem guten Konzept, passenden Methoden und persönlicher Wirkung ein stimmiges Training wird. Denn ein Seminardesign kann auf dem Papier perfekt aussehen – entscheidend ist, was passiert, wenn Sie damit vor einer Gruppe stehen.

In der Trainingspraxis geht es darum, eine Gruppe anzuleiten, zu interagieren, situativ zu reagieren und die eigenen Entscheidungen bewusst zu reflektieren. In einer Live-Sequenz zeigen Sie, was Sie während der Ausbildung entwickelt und erprobt haben.

Kerninhalte

  • Das eigene Seminardesign vorstellen und auf den Prüfstand stellen
  • Eine Trainingssequenz live durchführen und mit der Gruppe interagieren
  • Übungen und Methoden professionell anmoderieren und anleiten
  • Methoden, Techniken und Interventionen situativ einsetzen
  • Eigene Entscheidungen und Handlungsspielräume reflektieren
  • Fachliches und kollegiales Feedback für die eigene Weiterentwicklung nutzen

Lehrgangsabschluss & Zertifizierung

Lehrgangs-abschluss & Zertifizierung

Für den Lehrgangsabschluss erstellen Sie ein Seminardesign für ein zweitägiges Seminar zu einem frei gewählten Thema und präsentieren daraus eine 20-minütige Trainingssequenz live.

Dabei geht es insbesondere darum, mit der Gruppe zu interagieren und die erworbenen Kompetenzen in der Praxis zu zeigen. Optional kann die Personenzertifizierung nach ISO 17024 erworben werden.

Dafür sind zusätzliche Prüfungsvoraussetzungen zu erfüllen, unter anderem ein Multiple-Choice-Test und eine mindestens sieben Seiten umfassende wissenschaftliche Arbeit zum Seminardesign.

Alle Voraussetzungen und Informationen zu Lehrgangsabschluss & ISO-Zertifizierung